Die Entstehung und der Grundgedanke

Der Gedanke ein Buch zu schreiben schwelte schon seit Jahren in mir. Zu diesem Zeitpunkt machte ich mir aber keine Gedanken über einen Verlag, die Organisation und all die anderen wichtigen Dinge. Vielmehr war der Inhalt das eigentliche Problem. Nicht dass ich nicht gewusst hätte, was ich schreiben wollte - im Gegenteil- es war zu viel und meine Art Pferde zu trainieren unterlag noch einem stätigem Wandel- dachte ich zumindest.

 

Durch die ständige Arbeit mit vielen Pferd- und Reiterkombination festigte sich jedoch mein Weg, der rote Faden wurde immer deutlicher und die Schwerpunkte meiner Arbeit ergaben sich auf den vielen Kursen von selbst. Es war die richtige Zeit.

 

Das Schreiben selbst glich dem Aufräumen einer Garage, in der man ein Jahrzehnt seines Lebens gebunkert hat. Was ist wichtig, was kann weg? Wo sind die Zusammenhänge von den wichtigen Dingen?  

Ich bin mir nicht sicher, wie oft ich die Struktur des Buches umgestellt habe, wobei mir meine Lektoren vom Cadmos Verlag eine große Hilfe war. Als Reiterin und Kennerin von vielen Reitweisen stieg sie voll in meine Denkweise ein und half mir tatkräftig meine Garage zu entrümpeln. Übrig geblieben sind nur die Dinge, die unbedingt notwendig waren. 

 

Eines Tages saß ich vor meinem Laptop- es gab noch so viel zu Schreiben, aber nichts mehr wegzulassen. Das Buch hatte seine Form gefunden.

 

Entstanden ist ein Werk, welches sowohl meiner Art mit Pferden zu arbeiten, als auch meiner Haupttätigkeit als Kursleiter Rechnung trägt.


Der erste und für mich wichtigste Teil des Buches beinhaltet die Hauptprinzipien, nach denen ich  arbeite. Sie sind der Hintergrund, vor dem die im zweiten Teil besprochenden Übungen und Techniken angewendet werden sollten. Ohne diesen Hintergrund werden sich Reiter und Pferd nicht so entwickeln, wie ich es mir wünsche.

 

Die Art der Übungen sind meiner Kurstätigkeit geschuldet. Auf der einen Seite sind es immer wieder die gleichen Probleme, mit denen Mensch und Pferd zu kämpfen haben, auf der anderen Seite ist der Leistungsstand der Teilnehmer sehr unterschiedlich und ich kann nicht davon ausgehen, sie in ständiger Betreuung zu haben ( im regelmäßigen Unterricht kann man deutlich anders mit seinen Schülern arbeiten aks auf Kursen).

 

Was liegt näher, als die Übungen möglichst einfach zu gestalten? So sind sie von den meisten zu bewältigen und es ist einfacher, innerhalb der Übungen auf die Prinzipien zu achten. Man benötigt weder Kompliziertheit noch eine Menge an Übungen, um sich und sein Pferd zu entwickeln.

 

Für mich stellt das Buch eine Basis dar, auf der man gut aufbauen kann, sei es im Pferdetraining oder in der eigenen Entwicklung seines Horsemanships.

 

Euer Thies Böttcher

 

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